20 Millionen Menschen droht der Hungertod in Afrika

UN stehen vor einer der größten humanitären Katastrophen seit ihrer Gründung

Millionen Menschen leiden in Afrika und im Süden der Arabischen Halbinsel an den Folgen von Bürgerkrieg und Dürre. Ihnen droht der Hungertod. Die Vereinten Nationen schlagen Alarm - und rütteln das Gewissen der Welt auf.

Eine Frau geht am 09.03.2017 in Qardho (Somalia) durch ein Camp, in das sich Anwohner zurückgezogen haben, die wegend er Dürre ihr Land verlassen mussten. Millionen Menschen und Tiere leiden unter den Folgen einer schweren Dürre. Hilfsorganisationen

Eine Frau geht am 09.03.2017 in Qardho (Somalia) durch ein Camp, in das sich Anwohner zurückgezogen haben, die wegend er Dürre ihr Land verlassen mussten. Millionen Menschen und Tiere leiden unter den Folgen einer schweren Dürre. Hilfsorganisationen

Welt muss jetzt handeln

"Alle vier Länder haben eine Sache gemeinsam - den Konflikt. Das bedeutet, dass wir (die UN) die Möglichkeit haben, weiteres Elend und Leiden zu verhindern." Rasche Hilfe und auch finanzielle Hilfe seien nötig, da noch die Gelegenheit bestehe, das Schlimmste zu verhindern.

Anfang der Woche hatte UN-Generalsekretär António Guterres bei einem Besuch in Somalia Hilfsgelder in Höhe von 825 Millionen Dollar (773 Millionen Euro) erbeten. Es gebe dringenden Handlungsbedarf, sagte Guterres, "Menschen sterben". Die Welt müsse jetzt handeln. 

In dem Land am Horn von Afrika versucht die islamistische Terrormiliz Al-Shabaab einen sogenannten Gottesstaat zu errichten. Die sunnitischen Extremisten kontrollieren Teile des Landes und verüben immer wieder blutige Angriffe - auch in Nachbarstaaten. 

HANDOUT - ARCHIV - Ein Junge wird am 29.07.2015 in einem Krankenhaus in Sanaa (Jemen) behandelt. Wegen Mangelernährung droht knapp 1,4 Millionen Kindern in den Ländern Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen nach Unicef-Angaben der Hungertod. (zu dpa «U

HANDOUT - ARCHIV - Ein Junge wird am 29.07.2015 in einem Krankenhaus in Sanaa (Jemen) behandelt. Wegen Mangelernährung droht knapp 1,4 Millionen Kindern in den Ländern Nigeria, Somalia, Südsudan und Jemen nach Unicef-Angaben der Hungertod. (zu dpa «U

Sieben Millionen Jemeniten sind unterernährt

Allein in Somalia sind nach UN-Angaben mehr als sechs Millionen Menschen - etwa die Hälfte der Bevölkerung - in Folge einer schweren Dürre auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mangels sauberen Trinkwassers ist die Cholera ausgebrochen, mehr als 7.700 Fälle wurden den UN zufolge in den vergangenen zwei Monaten dokumentiert. 

Auch im Bürgerkriegsland Jemen sind nach UN-Angaben rund sieben Millionen Menschen akut unterernährt oder wissen nicht, wie sie an ihre nächste Mahlzeit kommen sollen. Im Jemen kämpfen schiitische Huthi-Rebellen gegen die sunnitische Regierung unter Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi. Die humanitäre Lage ist katastrophal, Millionen Menschen hungern und sind von der medizinischen Versorgung abgeschnitten.

Im Südsudan ist die Lage nach einem Bericht des UN-Büros für Humanitäre Hilfe (UNOCHA) ebenfalls prekär. Mindestens eine Million Menschen stünden an der Schwelle zur Hungersnot, mindestens 5,5 Millionen Menschen sind laut UN auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Die Helfer benötigten 1,6 Milliarden US-Dollar für die Versorgung der Menschen. Bislang seien erst knapp zehn Prozent davon finanziert.

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