„RTL – Wir helfen Kindern“-Patin Natalia Wörner: „Wir müssen gegen die sexuelle Gewalt an Mädchen und jungen Frauen i...

Natalia Wörner hilft Kindern in Kenia

Schauspielerin Natalia Wörner (43) engagiert sich als Patin von „RTL – Wir helfen Kindern“ gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und junge Frauen in Kenia. Mit den Spenden, die „RTL – Wir helfen Kindern“ 2011 sammelt, soll der Neubau des Tumaini-Schutzzentrum in Meru – ein Projekt der Kindernothilfe - finanziert werden. „Schlimmste Vergewaltigungen, Misshandlungen, Genitalverstümmelung, HIV-Ansteckungen oder Frühverheiratung gehören leider in der Gesellschaft Kenias immer noch zum Alltag. Wir müssen diesen Mädchen und jungen Frauen umfassend und nachhaltig helfen“, so Natalia Wörner, die sich bereits seit 2006 als Botschafterin der Kindernothilfe einsetzt. „Im Tumaini-Zentrum bekommen die Betroffenen nicht nur medizinische, psychologische und rechtliche Hilfe. Sie werden so gestärkt, dass sie wieder in ihren Alltag zurückkehren und ihre Zukunft selbst in die Hand nehmen können. Außerdem wird vor Ort mit Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit dafür gekämpft, dass endlich ein Umdenken in der patriarchischen Gesellschaft stattfindet.“

Bei einem Besuch Ende Februar 2011 in Meru, einer Stadt im Zentrum Kenias, hat sich Natalia Wörner ein Bild von der schwierigen Situation der Mädchen und jungen Frauen gemacht. Es besteht großer Handlungsbedarf, da die 20 oft schwer traumatisierten Mädchen schon bald keine Bleibe mehr haben könnten. Die Jüngste ist vier, die älteste 17, die jüngste Mutter ist elf. Der Besitzer des Schutzhauses hat nun die Pacht nicht mehr verlängert. Daher muss ein Neubau her. Das neue Gebäude soll Platz für 72 Kinder haben. Das vom Kindernothilfe-Partner Ripples betriebene Schutzhaus hat in den vergangenen Jahren 164 Kinder betreut und sich auch um die Begleitung der Kinder vor Gericht gekümmert. Trotz großer Anstrengungen sind nur neun Täter vor Gericht bestraft worden. Für Natalia Wörner ein Schock: „Es ist unvorstellbar, dass Vergewaltiger von Kindern hier in Kenia so leicht davonkommen. Das hat politische, strukturelle und traditionelle Gründe. Mein Wunsch ist, dass die Arbeit der Kindernothilfe in Zukunft zu einer besseren Aufklärungsrate beitragen kann.“

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