“RTL – Wir helfen Kindern“-Patin Sandra Thier

"RTL - Wir helfen Kindern"-Projektpatin 2011 Sandra Thier
"RTL - Wir helfen Kindern"-Projektpatin Sandra Thier vor Ort in Burkina FasoFoto: Steven Pan/RTLII/UNICEF

RTL II-Moderatorin Sandra Thier will den Minenkindern von Burkina Faso Chancen auf eine bessere Zukunft ermöglichen

Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder der Welt. Gold ist einer der wenigen Bodenschätze des westafrikanischen Landes. Viele ungelernte Arbeiter ziehen mit ihren Familien in die Nähe der Minen, um dort ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Kinderarbeit gehört zur Tagesordnung. Zwischen 60.000 und 200.000 Kinder arbeiten in Burkina Faso in den Goldminen, rund 70 Prozent von ihnen sind noch keine 15 Jahre alt. Schon Fünfjährige helfen beim Transport der Steine und beim Goldwaschen mit.

Die Jungen werden häufig für das Graben von Tunneln eingesetzt. In diesen improvisierten Stollen kann es jederzeit zu Erdrutschen und lebensbedrohliche Unfällen kommen. Andere Kinder müssen stundenlang in gebeugter Haltung schwere Steine klopfen oder bis zur völligen Erschöpfung den ganzen Tag in kaltem schlammigen Wasser ihren Eltern beim Goldwaschen helfen. Dabei sind Verletzungen durch das primitive Werkzeug keine Seltenheit. Zudem sind die Kinder Staub und giftigen Dämpfen sind schutzlos ausgeliefert. Schwere Atemweg- oder Augenerkrankungen sind die Folge.

Medizinische Behandlung ist entweder nicht verfügbar oder für die Familien kaum zu bezahlen. UNICEF schätzt, dass 85 Prozent der Minen-Kinder nie zur Schule gegangen sind oder diese vorzeitig verlassen mussten, um zu arbeiten. Eine Chance auf eine bessere Zukunft außerhalb der Goldminen gibt es kaum.

Hilfsprogramm gegen Kinderarbeit in acht Minen der Region Centre-Nord

„RTL – Wir helfen Kindern“ will das ändern und mit den Spenden aus dem RTL-Spendenmarathon 2011 ein Hilfsprogramm gegen Kinderarbeit in acht Minen der Region Centre-Nord unterstützten. Das Programm setzt an mehreren Stellen an. Zunächst erhalten die Familien finanzielle Hilfe, so dass ihre Kinder statt zu arbeiten in die Schule gehen können. Rund 200 Frauen und ältere Mädchen bekommen jeweils zwei Schafe, um eine kleine Tierzucht aufzubauen. Hinzu kommen regelmäßige Besuche lokaler Gesundheitshelfer, die die Kinder untersuchen und behandeln. Kinderkrippen und einfache Schulen sollen eingerichtet werden. Für die Kleinkinder werden Spielzeug und Essgeschirr bereitgestellt und Betreuerinnen ausgebildet. Die Grundschulkinder erhalten Tische, Bänke sowie Schulmaterial. Rund 250 Jugendliche soll eine Ausbildung zur Schneiderin, Mechaniker oder Tischler ermöglicht werden.

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